„Diese Niederlage war völlig unnötig“

Von Olaf Meinhardt

Reichenbach.Punkteteilungen zwischen dem ESV Lok Zwickau und dem Reichenbacher FC bleiben ausgeschlossen. Seit 2018, als sich beide in der Fußball-Landesklasse wiederfanden, gab es stets einen Sieger – und einen Verlierer. So auch am Sonntag, an dem die Kästner-Elf diese Serie hätte reißen lassen können, ja eigentlich müssen. Viel hatte nicht gefehlt, doch der rechte Pfosten stand im Weg, den der eingewechselte Knappe in der vierten Nachspielminute traf. Der RFC verlor mit 1:2.

Die Partie begann ohne Abtasten. Im ersten Abschnitt waren die Reichenbacher das gefährlichere Team, sündigten aber im Abschluss. Die erste Gelegenheit besaß Lok, als Schewski nur den Pfosten traf (7.). Dann war der RFC an der Reihe. Kästner (12.) verzog nur knapp, Horn legte sich zwei Minuten danach die Kugel selbst vor, als er diese einem Zwickauer vom Fuß spitzelte. Doch brachte Lok-Keeper Weber gegen dessen Schuss gedankenschnell den Fuß heraus – eine vertane Einhundertprozentige. Kalt erwischt wurde Reichenbach wenig später: Loks Goalgetter Neuper nutzte eine „Auszeit“ der Abwehr und bugsierte den Ball aus der Luft kurz hinter der Strafraumlinie zum 1:0 ins Netz. Mit wütenden Offensivattacken antwortete der RFC und hatte Pech, als Süß (25.) nach einem Einwurf mit dem Kopf den Ball nur knapp am langen Pfosten vorbeisetzte.

Mit Wiederbeginn gab es für die Gäste nur eine Richtung: Aufs ESV-Tor. Der Ausgleich ließ nicht lange auf sich warten. Eckball Peltsch, den der in einer Spielertraube am höchsten springende Süß mit einem Bilderbuchkopfball ins Netz setzte. In der Folge blieb der RFC weiter offensiv. Per Kopf besaß Kästner eine Riesenmöglichkeit zur Führung, doch kratzte Weber die Kugel (55.) gedankenschnell aus dem unteren Eck. Lok-Torhüter Weber war auch nach einer Stunde gegen Rosenmüller zur Stelle. Seine Vorderleute wurden in der Schlussphase dann stärker und hielten die Reichenbacher vom eigenen Strafraum fern. In der 81. Minute war es dann aber zum Ärger der Reichenbacher doch passiert. Chewskis Eckball konnte von ihnen nicht richtig geklärt werden, der Ball landete irgendwie vor den Füßen von Döhnel, der diesen durch Freund und Feind erfolgreich zum Siegtor in die Maschen setzte.

„Diese Niederlage war völlig unnötig“, sagte RFC-Coach Carlo Kästner. „Gegen solch eine Spitzenmannschaft wie Lok musst du einfach im ersten Abschnitt deine Möglichkeiten besser nutzen. Hinten waren wir in einigen Phasen einfach zu löchrig. Nach der Pause haben wir zwar erfolgreich eine Reaktion gezeigt, doch fehlte nach dem 1:1 einfach die Galligkeit, um mit dem zweiten Treffer auf die Siegerstraße einzubiegen.“

StatistikRFC: Hettwer, Lange, Seidel (72. Böhm), Kühn, Hendel, Peltsch (88. Knappe), Kästner, Rosenmüller, Süß, Horn, Diegel; Tore: 1:0 Neuper (20.), 1:1 Süß (48.), 2:1 Döhnel (81.); SR: Golde (Stollberg); Zuschauer: 100

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