Vorschau auf die Endrunde des vogtländischen Hallenpokals

Die Hallenparty kann steigen – mit fast den gleichen Gästen aus dem Vorjahr ! Richtig gelesen, denn sechs der acht Endrundenteilnehmer der 14.Auflage des Freie Presse – Hallenpokals waren auch schon vor zwölf Monaten auf dem Parkett der Turnhalle an der Wieprechtstrasse vertreten. Fehlen werden allein die nicht gemeldeten Schönecker und der Reichenbacher FC. Letztgenannter erwischte in der Zwischenrunde die „Hammergruppe“, wo er im „Dreierausscheid“ (nur zwei konnten das Finalticket buchen!) mit Pokalverteidiger Syrau und den Youngstern des VFC Plauen den Kürzeren zog. Damit stellen die zwei Finalgruppen nur jeweils einen „Neuen“, wenngleich alle Qualifizierten auf Endrundenerfahrungen bauen können. Der SC Syrau als auch der VFC Plauen sind bereits das zehnte Mal unter den „besten Acht“ vertreten und nicht nur deshalb bei den vogtländischen Buchmachern die zwei heißesten Tipps auf den Pokalsieg. Die zuletzt nur die Rolle des Zaungastes einnehmenden Oelsnitzer und Treuener gehören zwar auf den ersten Blick nicht unbedingt zu den Turnierfavoriten, peilen aber wie die anderen das Halbfinale an. Und wird dieses erst einmal erreicht, dann ist nichts mehr zu garantieren…..Was für alle  anderen natürlich ebenso gilt.

Dem vogtländischen Hallen-Budenzauber wohnten bisher 5600 Fans bei, die Sechstausender-Grenze wird damit ein weiteres Mal überschritten. Und es hätten noch einige mehr sein können….. 

Die Endrundenteilnehmer im Überblick:

Staffel A

SV Merkur Oelsnitz
Zum 8.Mal stehen die Sperken in der Finalrunde. Ihr größter Erfolg liegt aber schon acht Jahre zurück: Platz zwei 2017/18. In der Vor- und Zwischenrunde steigerte sich Merkur diesmal von Spiel zu Spiel, kassierte nur eine Niederlage. Jene, ein 1:2 gegen Post Plauen, kam dennoch überraschend. Die 30 erzielten Treffer teilen sich auf zehn Akteure. Röhling (6) führt die interne Schützenliste vor Zöphel und Weiland (beide 5) an. Schon der Auftakt gegen Wacker wird zeigen, ob Oelsnitz diesmal aus seinem Schatten der vergangenen Auflagen springen kann.

1.FC Wacker Plauen
Verheißungsvoll startete die „Ost“ vor zwölf Monaten in der Gruppe: 1:0 gegen Werda. Es blieben die einzigen Punkte. Der Sechste des Vorjahres  zeigte sich diesmal mit 36 Toren recht erfolgreich. Seine einzige Niederlage bezog er gegen Gruppe B – Starter Leubnitz (1:2). Die Offensive führt Ott an, der schon achtmal erfolgreich war. Nach 2015 und 2025 erreichte Wacker zum dritten Mal die Endrunde.

SC Syrau
Wie bei Merkur und Wacker verteilen sich die Torschützen auf zehn Akteure (davon sieben mit mindestens 3 Erfolgen). Aber: Trotz sechs Tore von Rudisch gibt es beim Titelverteidiger keinen ausgesprochenen Goalgetter. Und das ist die Stärke des SC`s, der auch aus den hinteren Reihen stets gefährlich rüberkommt. Verloren hat er noch nicht. Aus den Partien der „Großen 3 der Zwischenrunde“ holte er vier Zähler (1:1 VFC, 4:1 VFC). Verlief die Vorrunde eher durchwachsen, steigerte sich Syrau beim zweiten Auftritt und schwang sich zu einem der Topfavoriten auf – wieder einmal !

FC Werda
Ruven Rittrich war die Garantie fürs Weiterkommen, der sich für zehn der 22 FC-Treffer verantwortlich zeigte. Gegen ER-Teilnehmer Jößnitz kassierte er beim 1:2 seine einzige Niederlage. Zum fünften Mal ist der FC am Schluss dabei. Mehr als Platz 6 (2023) sprang aber noch nicht heraus. Gewonnen in den Gruppenspielen hat Werda erst einmal: 2023 gegen Oelsnitz (3:0).

Staffel B

SG Jößnitz
Die SG muss man wie stets auf dem Zettel haben. Schließlich zog sie in den vergangenen vier Jahren dreimal erst im Endspiel den Kürzeren- zweimal gegen Syrau, einmal gegen den RFC. Die SG bewies stets immer, dass sie sich gegen vermeintliche Favoriten steigern kann- lässt man dabei jene aus dem Finale einmal außer Betracht… Mit Schröder und Hinte hat die  SG zwei gefährliche Schützen an Bord. Beide trafen schon jeweils sieben Mal.

VFC Plauen
Wer Tore sehen will, der ist bei den Spielen der VFC-Youngster genau richtig. Sage und schreibe 49 Mal ließen sie es schon klingeln und besitzen mit Leonard Krautz (12 Treffer) einen heißen Kandidaten auf die Torjägerkrone. Souverän ließ der VFC auf dem Wege in die Endrunde nichts anbrennen, konnte sich dabei ein 1:4 gegen Syrau „leisten“, weil man danach gegen den RFC (2:0) wieder erfolgreich zur Stelle war. Spielerisch setzte man die spielerischen Glanzlichter in den Qualirunden. Allein die Erfahrenheit und auch Cleverness könnten am Ende gegen den VFC sprechen, der bis auf zwei Akteure mit seiner Regionalliga-U19 antrat. Vor zwei Jahren ging der Titel das letzte Mal an den VFC (2:1 gegen Schöneck) !

FSV Treuen
Zum 5.Mal ist der FSV am Schluss dabei, seit 2023/14 aber nur einmal (2024  -7.). Wie Gruppenkontrahent VFC ließ es Treuen schon gehörig klingeln – 41 Treffer. Mit Chris Vogel (11) und Moritz Seidel (10) besitzt der FSV gleich zwei heiße Anwärter auf den Titel des erfolgreichsten Schützen der aktuellen Ausgabe. Erfahrung haben die Treuener schon mit Gruppengegner VFC, gegen welchen sie in der Vorrunde mit 2:3 unterlagen. Leer ging der FSV in der Zwischenrunde gegen Oelsnitz aus – 1:2. Als Geheimtip geht der FSV auf alle Fälle durch, zumindest was den Einzug ins Halbfinale  betrifft.

Leubnitzer SV
Mit Ach und Krach in die Zwischenrunde gewurschtelt (2 Siege – 1 Remis – 2 Niederlagen), dann aber dort ohne Niederlage aufwartend – der LSV ist vielleicht für die vogtländische Hallen-Expertenwelt der Außenseiter der Endrunde schlechthin. Sein 5.Rang im Vorjahr war seine bisher beste Platzierung. Bauen kann er auf seine wieder zahlreichen Fans, die bisher stets zu gefallen wissen. Am erfolgreichsten zeigte ich bisher Paul Birkner (6 Tore). Wer auch sonst als der Stürmerroutinier, der draußen in der Vogtlandklasse die Trefferliste anführt.

Apropos Trefferliste:
Wie im Vorjahr ist derjenige, der diese vor der Endrunde ganz oben steht, nicht dabei. Denn, dass Paolo Süß (RFC) mit seinen 13 Toren die am Ende meisten geschossen hat, erscheint diesmal wohl aussichtslos. Einer der bisher zweistellig Getroffenen (Krantz 12, Vogel 1, Rittrich und Seidel je 10) wird ihn bestimmt überholen. Oder gar noch ein anderer ? Vor zwölf Monaten reichten 21 des Bad Brambachers Toni Sieber. Auch 2016 konnten die Endrundenteilnehmer Michel Bär (damals Stahlbau Plauen) nicht mehr einholen.

Danke Olaf, für die tolle Vorschau!!

(OM)