Noch nie haben die Reichenbacher auf diesen in der Landesklasse so lange gewartet wie in dieser Saison. Zwar verloren sie in den vergangenen drei Runden unter dem neuen Trainer nicht, doch Punkteteilungen lassen sie im Tabellenkeller auf Dauer auf der Stelle treten. „Wir wissen um die Brisanz unserer Lage und die Wichtigkeit, Punkte zu sammeln. Wir haben aufmerksam das bisherige Abschneiden des Oberlungwitzer SV zur Kenntnis genommen. Der hat sich den Klassenerhalt auf die Fahnen geschrieben. Deshalb wird er sich wohl gerade gegen uns ins Zeug legen, um seinen Vorsprung nach unten zu vergrößern. Uns erwartet eine unangenehme Aufgabe, die wir aber meistern wollen. Wir gehen mit dem nötigen Respekt für den Gegner in die Partie. Dazu müssen wir aber auch das Tor treffen und dürfen vor allem hinten nicht die Ordnung verlieren“, sagt Trainer Carlo Kästner. Handlungsschneller im Kopf zu sein und im gegnerischen Strafraum präsenter – das fordert der Coach, um erfolgreich zu sein.
Fehlen werden die verletzten Rahm, Pascal Kästner und Tenner und sowie der erkrankte Schmelzer. Eventuell steht Student Axel Kühn zur Verfügung. Oberlungwitz hat vier seiner sechs Heimspiele gewonnen, nach Marienberg (21) auf eigenem Platz die zweitmeisten Tore (19) erzielt. Ergo: Der RFC wird sich im kalten November beim Neuling warm anziehen müssen.
Merkur muss nach Schneeberg
Im einzigen Samstagsspiel der Fußball-Landesklasse West läuft der SV Merkur Oelsnitz um 14 Uhr beim FC Concordia Schneeberg auf. Merkur ist nun seit fünf Begegnungen ohne Niederlage und Tabellenvierter. Die Schneeberger, in den vergangenen Jahren stets zu den Spitzenteams der Staffel zählend, gönnen sich gerade eine Auszeit. Drei Niederlagen hintereinander kassierten die Erzgebirger zuletzt und rutschten vom vierten auf den siebenten Rang ab. Vorige Saison verloren die Oelsnitzer allerdings in Schneeberg 2:3. (tgf)