„Alles ist unbefriedigend für alle Beteiligten“

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  • Beitrag veröffentlicht:28. Januar 2022
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Plauen.Einstimmig haben sich die vogtländischen Fußballvereine dagegen ausgesprochen, einen Spielbetrieb unter 2G-Bedingungen aufzunehmen. Der Vogtländische Fußball-Verband (VFV) hatte seine 74 Mitgliedsvereine um ihre Statements gebeten. „Wir wollten ein Meinungsbild bekommen. An der Umfrage haben sich über 50 Vereine beteiligt. Alle Vereine sind sich einig, dass unter 2G nicht gespielt werden soll. Acht haben sich sogar dagegen ausgesprochen, unter 3G zu spielen“, informiert André Rabe, Geschäftsführer des VFV.

Das heißt, dass auf unbestimmte Zeit auf Kreisebene keine Rückkehr zum Ligaalltag zu sehen ist. „Wir müssen die neue Verordnung im Februar abwarten. Bis dahin sind uns als VFV die Hände gebunden“, so Rabe. Freundschaftsspiele können unter Einhaltung der 2G-Bestimmung ausgetragen werden. Dabei müssen Spieler einen 2G-Nachweis erbringen, Trainer, Übungsleiter und Schiedsrichter fallen unter die 3G-Regel. Einen regulären Spielbetrieb in der Liga aufzustellen, sieht André Rabe jedoch nicht.

Wir müssen Bedingungen schaffen, die im Amateursport auch umsetzbar sind. Wir reden in der Bundesliga darüber, Zuschauer zurück in die Stadien zu lassen, schaffen es aber nicht, den Amateursport zum Laufen zu bringen“, ärgert sich der VFV-Geschäftsführer. Seiner Meinung nach seien die Verordnungen nicht zu Ende gedacht und bei Amateuren nicht umzusetzen. So sei das in der 3., 4. und 5. Liga sicher kein Problem, darunter würde man aber nur Probleme bekommen.

Der Spielausschuss des VFV hat sich ebenfalls klar positioniert. „Der Spielausschuss hat bisher noch keine Pläne gemacht, wie es weitergehen könnte. Oberstes Ziel ist es aber, die Hinrunde in den verschiedenen Ligen zu Ende zu spielen. Danach müssen wir schauen, was am besten für alle Beteiligten ist“, erklärt Rabe. Derweil dürfen die Kinder und Jugendlichen wieder über die Spielfelder flitzen und steigen wieder in ihre Punktspiele ein.

Der Verband sieht sich vom Sächsischen Fußball-Verband (SFV) im Stich gelassen. „Solche Umfragen sollten in allen Kreisverbänden stattfinden, um dann auch einen Vorstoß Richtung SFV und Landessportbund zu starten, der dringend erforderlich ist“, so Rabe. Beim SFV zeigt man sich gesprächsbereit: „Wir wollen die Vereine in Form von drei Gesprächsrunden mit einbinden, um ein breites Meinungsbild einzuholen“, informiert Volkmar Beier, der Spielausschuss-Vorsitzende des Sächsischen Fußball-Verbandes. So sei das ausdrückliche Ziel, die Spielzeit sportlich werten zu können. So sei der Spielbetrieb auf Landesebene unter 2G eine Option, aber gewiss keine Wunschlösung.

Da das für den Kreisfußball aber in keiner Weise vorstellbar ist, zeigt man sich beim VFV etwas desillusioniert. „Auf was wollen wir warten? Es ist derzeit keine Option in Sicht, die für alle Vereine annehmbar ist. Das ist alles sehr unbefriedigend für alle Beteiligten“, erklärt André Rabe.

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