Trainer stellt sich vor seine Mannschaft

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  • Beitrag veröffentlicht:6. September 2021
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Auerbach.1:7 in Halberstadt, zwei Niederlagen gegen direkte Konkurrenten im Abstiegskampf – wer dachte, dass der VfB Auerbach den Tiefpunkt erreicht hat, der sah sich am Sonntag getäuscht. Im Landespokalwettbewerb flog der Fußball-Regionalligist bei den Kickers Markkleeberg so früh aus dem Wettbewerb wie seit Jahren nicht mehr. Das Schlimmste daran: Das Ausscheiden nach der 1:2-Niederlage beim Landesligisten war nicht einmal unverdient, was wiederum tief ins Potenzial blicken lässt, das in der Mannschaft steckt. „Wir befinden uns in einer schwierigen Situation, die durch die Niederlage nicht leichter geworden ist“, sagte Sven Köhler.

Der VfB-Coach hatte seine Enttäuschung über das Pokalaus in diesem Moment schon abgeschüttelt – und schaltete in den Analyse-Modus. In Markkleeberg stellte es sich für ihn nochmals schwerer dar als ohnehin: Mit Johann Weiß und Nico Donner waren zwei Spieler erkrankt ausgefallen, sodass der VfB mit nur 13 Feldspielern angetreten war. Als auch noch Eric Stiller verletzt vom Platz musste, schwante vielen schon Schlimmes, trat der VfB in diesem Moment doch mit einer Mannschaft aus wenigen Routiniers (Sieber und Zimmermann), Spielern, die noch nicht in Auerbach angekommen sind (Brejcha und Kepl), sowie einem hohen Anteil an Fußballern an, die entweder noch Nachwuchs oder erst in den Männerbereich gewechselt sind. „Natürlich ärgere ich mich, wenn ein Sawar Osse sich festdribbelt“, sagte Köhler. „Aber dann muss man sich auch vergegenwärtigen, dass er vergangene Saison noch A-Junioren-Landesliga gespielt hat und jetzt gegen gestandene Landesliga-Spieler antreten muss.“

Aber dann kommt der Mix aus Misserfolgen und Unerfahrenheit zusammen – und ein junger Spieler wie Lucas Seidel, der gleich zwei, drei gute Chancen hatte, trifft eben das Tor aus drei Metern nicht, sondern schießt den Ball in der letzten Spielminute am Tor vorbei. „Er ist ein junger Spieler, macht das nicht mit Absicht“, nimmt ihn sein Coach in Schutz. Köhler stellt sich insgesamt vor das Team: „Wenn ich mir aktuell unsere Aufstellung anschaue, dann kann ich dem Team keinen großen Vorwurf machen.“

Nach den jüngsten Niederlagen macht sich aber selbst im ruhigen Göltzschtal die Unruhe unter den Fans breit: „Wenn du Letzter mit nur drei Punkten bist und aus dem Pokal fliegst, liegt es in der Natur der Sache, dass die Leute unzufrieden sind“, sagt Köhler, der zwangsläufig nach vorn schauen muss, denn schon am Mittwoch, 19 Uhr steigt das Heimspiel gegen Lok Leipzig. „Wir müssen Lok das Leben so schwer wie möglich machen“, sagt Köhler. „Das wäre selbst im Falle eines Weiterkommens in Markkleeberg nicht anders gewesen.“

Statistik Auerbach: Schlosser – Kubitz, Seidel, Kepl (60. Bochmann), Stiller (50. Dietrich), Brejcha, M. Schmidt, Kramer (80. Vogel), Osse, Sieber, Zimmermann; Tore: 1:0 Freyer (16.), 1:1 Zimmermann (25.), 2:1 Kauerauf (40., Elfmeter); SR: Seidl (Werdau); Zuschauer: 58

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