Trainer Gorschinek hat nichts zu meckern

Fußball-Landesklasse: Concordia Schneeberg – Reichenbacher FC 1:1 (1:1)

Schneeberg.

Trotz Personalsorgen schrammte der RFC am Samstag bei den seit sieben Heimspielen ungeschlagenen Schneebergern knapp an einem Sieg vorbei. Trainer Steve Gorschinek lobte sein Team: „Es war mehr drin, weil wir uns über die gesamte Dauer ein Chancenplus erarbeiteten und auf dem Feld präsenter waren. Mit konsequenten Forechecking und aggressiven Zweikampfverhalten kauften meine Jungs den Schneebergern den Schneid ab. Über diesen Auswärtsauftritt gibt es eigentlich nichts zu meckern. Wir haben unseren Aufwärtstrend bestätigt.“ Dabei schienen die Concordia-Kicker den RFC zunächst zu überrollen. Vor dem Kasten von Torhüter Rahm brannte es mehrfach lichterloh. Doch das Feuerwerk erlosch recht schnell, weil die Reichenbacher mit ihrem ersten Angriff in Führung gingen. Particke steckte Süß die Kugel in den Lauf der aus spitzem Winkel nicht lange fackelte. Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Queck zog erfolgreich zum 1:1 ab. Wenig später klatschte der Ball beim Schuss von Leuschner an die Latte.

Danach aber zog Reichenbach, ließ aber gleich drei Hochkaräter liegen. Mehrmals konnte sich Schneebergs Keeper gegen Kopfbälle von Dathe sowie Schüsse von Süß auszeichnen. Ab der 70. Minute war der Gastgeber nur noch zu zehnt, weil Leuschner nach einer Notbremse gegen Süß Rot sah. „Paradox, aber danach wurden wir unkonzentrierter, in den entscheidende Szenen fehlte die Entschlossenheit“, analysierte Gorschinek. Mit fünf Spielen ohne Niederlage geht der RFC jetzt auf Platz 9 in die Osterpause. (omh)

Deutliche Steigerung nach der Pause bleibt unbelohnt

Oelsnitz.Der SV Merkur Oelsnitz hat am Sonntag die erste Heimniederlage im Jahr 2019 hinnehmen müssen. 3:4 unterlagen die Oelsnitzer nach 0:3-Pausenrückstand dem Spitzenreiter SG Handwerk Rabenstein und bleiben damit Zwölfter. Die zweite Hälfte, in der die Hausherren einen Elfmeter vergaben, bot den 30 im Schneeregen ausharrenden Zuschauern Dramatik pur.

In Hälfte 1 beherrschte der Tabellenführer das Geschehen. Schon in der zweiten Minute schoss Lachmann nach einem Eckball das 0:1. Delling traf den Pfosten (10.), sein Tor vier Minuten später wurde wegen Abseits aberkannt. Nachdem Schmidt zwei Treffer nachgelegt hatte – einer davon resultierte aus einem direkt verwandelten Eckball – gab kaum einer mehr etwas auf die Einheimischen, die lediglich durch den starken Christl zwei gute Möglichkeiten hatten.

Doch mit Wiederanpfiff spielte Merkur groß auf. Erst erzielte der allein durchlaufende Christl aus spitzem Winkel das 1:3, dann ließ der Gästekeeper einen Schuss des Oelsnitzer Winterpausenzugangs prallen, Schreiner traf im Nachsetzen zum 2:3. Als Schuch im Strafraum gehalten wurde, gab es Elfmeter für Merkur. Youngster Röhling schnappte sich die Kugel, doch Torwart Rohleder parierte.

Die zuvor so souveränen Gäste fielen nur noch durch Meckern und Beschimpfungen auf, bis Scherres den Pfosten traf (75.) und der Referee in der Folge auf indirekten Freistoß für Handwerk fünf Meter vor dem Merkur-Tor entschied. Lachmann krachte die Kugel durch alle auf der Linie postierten Oelsnitzer hindurch zum 2:4 in die Maschen. Auch wenn die unermüdlich rackernden Platzherren durch Persigehl zum erneuten Anschlusstreffer kamen, durfte Rabenstein am Ende jubeln, auch weil der Schiedsrichter ein Handspiel von Rabensteins Bretfeld im Strafraum übersah.

„Respekt, wie die Mannschaft nach dem 0:3 zurückgekommen ist“, so Merkur-Trainer Jens Starke. „Bitter, dass wir für die deutliche Steigerung nicht belohnt wurden. Die zweite Hälfte macht Mut für die kommenden Aufgaben.“

Statistik Oelsnitz: Thoß – Persigehl, Steinel (90. Niemann), Verderber, Schreiner, Heydeck, Baumann (83. Penzel), Röhling (74. Oehm), Christl, Bobach, Schuch. Tore: 0:1 Lachmann (2.), 0:2, 0:3 Schmidt (21., 39.), 1:3 Christl (52.), 2:3 Schreiner (56.), 2:4 Lachmann (74.), 3:4 Persigehl (77.). SR: Dommer (Annaberg). Zuschauer: 30.

Fortuna Chemnitz für FSV zu stark

Treuen.

Der Tabellenzweite VfB Fortuna Chemnitz machte am Samstag im Heimspiel gegen den FSV Treuen von Anfang an die großen Druck. Die Vogtländer versuchten, mit schnellen Kontern das Spiel der Fortuna zu stören, doch mit mäßigem Erfolg. Treuen steckte zu keiner Zeit auf, scheitert aber an der starken Abwehr der Gastgeber.

FSV-Trainer Jens Degenkolb ordnete das 0:6 sachlich ein: „Wir sind hier alle mit sehr viel Optimismus angereist, und das auch zurecht. Nun haben wir sechs Tore gefangen, was in meinen Augen etwas zuviel ist. Wir hatten auch unsere Chancen, haben diese aber nicht genutzt. Fortuna hat verdient gewonnen. Die Chemnitzer haben uns über 90 Minuten ihre Qualität gezeigt. Wir hatten zwar ein paar Ausfälle zu beklagen, das ist aber keine Ausrede. Mit etwas mehr Kampfgeist wäre das Ergebnis vielleicht etwas angenehmer geblieben. Unterm Strich kann ich meiner Mannschaft absolut keinen Vorwurf machen. Man muss einfach anerkennen dass Fortuna Qualität in seinen Reihen hat.“ (frale)

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