SC Syrau: Verein will Syrauer Anlage zum Rosenbacher Leichtathletikzentrum ausbauen

SC-Präsident Jens Mannig, Michael Kraus und Bürgermeister Michael Frisch (von links) haben sich jetzt an der Syrauer Sportanlage zu einem Gespräch getroffen.
SC-Präsident Jens Mannig, Michael Kraus und Bürgermeister Michael Frisch (von links) haben sich jetzt an der Syrauer Sportanlage zu einem Gespräch getroffen. Foto: Simone Zeh

Es herrscht Aufbruchstimmung. Der Sportclub Syrau 1919 will Rosenbach zu einer vergrößerten Sportanlage verhelfen. Der Plan hierfür ist schon sehr konkret.

Syrau. Zwölf Jahre gibt sich der Sportclub Syrau 1919 Zeit, um die in Syrau bestehende Sportanlage zum Leichtathletikzentrum Rosenbach auszubauen. Eigentlich stammt die Idee bereits aus dem Jahr 2002. Was damals allerdings nicht umgesetzt werden konnte, soll nun erneut angegangen werden.

„Wir haben in diesem Jahr turnusmäßig Vorstandswahl“, sagt SC-Präsident Jens Mannig. Er selbst will sich der Wahl wieder stellen. So wie die Gemeindeverwaltung soll auch der SC-Vorstand verjüngt werden. Projektbeauftragter Michael Kraus und Jan Fröhlich, technischer Leiter, wollen sich der Wahl in den Vorstand zur nächsten Mitgliederversammlung stellen, Verantwortung übernehmen und sich für die Vision stark machen. „Wir haben viele junge Mitglieder, die ihre Ideen mit einbringen wollen“, sagt Michael Kraus. Es habe sich eine Dynamik entwickelt, sodass man so bald wie möglich beginnen wolle.

„Wir haben das Projekt bereits dem Gemeinderat vorgestellt“, sagt Michael Kraus, der seit 20 Jahren Mitglied im Sportclub Syrau ist und aktiv Fußball spielt. „Meine beiden Kinder Kurt und Emil sind mit dem Tag ihrer Geburt ebenfalls Mitglieder des SC Syrau.“ 470 Mitglieder zählt der Sportverein, davon sind 300 Kinder. Und viele der Mitglieder kommen aus der Region, wohnen also nicht unbedingt in Syrau.

Das große Ziel mit einem Wert in Höhe von rund drei Millionen Euro soll in Etappen geschafft werden, und die ersten beiden sind schon vorgezeichnet. Als erstes will der Verein zwei Arbeitskräfte für je 30 Wochenstunden einstellen, deren Finanzierung man mit Unterstützung durch die Arbeitsagentur und die Gemeinde sichern will. So sollen die Außenanlagen und auch das moderne Vereinsdomizil besser gepflegt und erhalten werden. Der SC Syrau hofft, dass dies realisiert werden kann. Als zweites plant der Sportverein eine Brunnenbohrung und Sportplatzbewässerung mit nachträglicher Rasensanierung. Diese Investition soll ähnlich wie beim Leubnitzer Sportverein ablaufen, sie wird vom Landessportbund Sachsen zu 50 Prozent bezuschusst. Auf 115.000 Euro Kosten wird die Investition geschätzt, von der Gemeinde könnten 30.000 bis 35.000 Euro kommen. „Das Geld ist im Haushalt mit vorgesehen“, blickt Bürgermeister Michael Frisch (parteilos) voraus. Er hatte sich jüngst mit dem Sportclub zum Gespräch getroffen. Durch Eigenleistungen, Sachspenden und Sponsoring will der Sportverein das restliche Geld aufbringen.

Doch die Pläne reichen weiter: Für 2023 ist eine thermische Solaranlage am Sportlerheim geplant, für deren Errichtung man ebenfalls auf Fördermittel und Eigenleistungen setzt. Weiterhin sollen eine Rasenfläche, ein sogenannter Multicourt mit einer Größe von 450 Quadratmeter, eine Tartansportplatzanlage mit Basketballkörben und Handballtoren geschaffen werden. „Wir wollen auch für die Anwohner die Möglichkeit schaffen, ohne Vereinszugehörigkeit Sport treiben zu können“, sagt Michael Kraus.

Die Heizungserneuerung ist ein weiterer Punkt im Zukunftsplan des SC Syrau, genauso wie eine Fotovoltaikanlage. „Ein Favorit ist die Leichtathletik-Kampfbahn, denn diese war schon 2002 geplant“, so Kraus. Eine Diskus- und Weitsprunganlage sowie ein Beach-Volleyballfeld im „Stadionrund“ inklusive Flutlichtanlage sollen ebenfalls dazugehören.

Die Turnhalle, welche noch DDR-Standard hat, soll substanziell und energetisch saniert werden. Außerdem will man eine Kunstrasen-Sportanlage für den „unteren“ Sportplatz schaffen und die Flutlichtanlage sanieren. Letzteres trifft auch auf das Servicegebäude „altes Sportlerheim“ zu, welches derzeit als Lager genutzt wird. Hier müssten das Dach und der Anstrich außen erneuert werden. Wenn all das geschafft ist, soll der Parkplatz vergrößert, sollen Stadionsitze errichtet werden.

Als Schirmherrn für das große Projekt haben die Syrauer Sportler Lucas Jakubczyk gewonnen. „Er will dazu beitragen, dass es ein Erfolg wird“, sagt Michael Kraus. Der 36-jährige Leichtathlet stammt aus Syrau, lebt in Berlin und ist als Trainer tätig. „Lucas Jakubczyk hat Strahlkraft, er ist auch regelmäßig bei seinen Eltern in Syrau.“

Mit dem Leichtathletikzentrum Rosenbach möchte der SC Syrau noch mehr Mitglieder gewinnen. „Wir wollen das Freizeitangebot aufwerten und die Lebensqualität in Syrau erhöhen“, sagt Kraus. Er erinnert an die Vereinbarung beim Zusammenschluss der Gemeinden 2011. Das Schulzentrum Mehltheuer und das Kulturzentrum Leubnitz sind realisiert worden. Das Sportzentrum Rosenbach steht noch aus.

 

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