Neuer Kapitän soll Schwung bringen

Von Marcus Schädlich
Auerbach.Wenn am Freitag, 19 Uhr, in der Auerbacher Arena zur Vogtlandweide der Anpfiff gegen Tasmania Berlin ertönt, dann brechen entscheidende Tage für die Regionalliga-Kicker des VfB Auerbach an: Haben sie noch eine Chance auf den Klassenverbleib oder eher nicht? Eine richtungsweisende Partie ist deshalb das Duell gegen den direkten Kontrahenten.

„Das wollen wir gar nicht kleinreden“, sagt deshalb VfB-Trainer Sven Köhler, der aber auch weiß, dass auch danach noch einige Partien zu spielen sind. Und der VfB steht dann gegen Gegner unter Zugzwang, die nicht aus demselben Tabellenbereich stammen. „Aber wenn ich in dieser Liga bleiben will, dann muss ich eben auch gegen solche Gegner Punkte holen“, sagt Köhler, dessen Team dann am Mittwoch gegen die VSG Altglienicke spielt und anschließend am Samstag beim SV Babelsberg. Zwei Gegner also, die in einer höheren Schublade einsortiert sind als der Aufsteiger aus Berlin.

Genau deshalb will sich das Team den Schwung holen – und seine Heimbilanz weiter verbessern. Ein Unterschied zum Saisonstart ist allerdings schon vor dem Anpfiff zu sehen: Wenn die Mannschaften auf das Feld geht, wird nicht Marc-Philipp Zimmermann die Gelb-Schwarzen anführen, sondern Stefan Schmidt. Zimmermann hat seine Kapitänsbinde vor einiger Zeit weitergereicht. „Wir haben das zusammen geklärt“, sagt der neue Kapitän. „Für mich ist das alles eine unproblematische Sache“, sagt Köhler. „Zimbo ist für uns auf seine Art wichtig als Führungsspieler – egal, ob mit oder ohne Kapitänsbinde.“ Zimmermann soll nach wie vor Führungsaufgaben übernehmen. Und auch für Stefan Schmidt soll sich nicht viel ändern. „Von einem erfahrenen Spieler wie ihm habe ich immer schon gefordert, dass er Verantwortung übernimmt“, so der Trainer.

Dass die Entscheidung auf Schmidt gefallen ist, überrascht nicht. Der Keeper ist der Leistungsträger im Auerbacher Team – er ist der sichere Rückhalt und bringt die stabilsten Leistungen. „Bis auf den Rückfall gegen Halberstadt sind wir im Vergleich zum Hinspiel stabiler geworden“, sagt Köhler im Rückblick auf die Hinspielniederlage, als Auerbach noch mit einer Rumpfelf antreten musste. Was seinem Team nach wie vor fehlt, ist die Durchschlagskraft nach vorn. Selbst der Schritt, mit Zimmermann sowie den beiden anderen nominellen Mittelstürmern Michail Fragkos und Tomas Kepl zu spielen, brachte in Meuselwitz bei der 0:1-Niederlage keine Wirkung. „Tomas wirkt immer noch zu gehemmt. Im Training ist er im Kopf freier“, sagt Köhler. „Und Michail hat eine gute Leistung gezeigt im ersten Abschnitt, danach konnte er nicht mehr so die Wirkung erzielen.“

Tasmania Berlin wird eine echte Herausforderung für Köhlers Team. „Wie alle Berliner Teams spielen sie einen guten Fußball und wir dürfen sie nicht ins Spiel kommen lassen.“ Auch weil der Aufsteiger nochmals einen neuen Impuls erhalten hat: Das Trainergespann Abu Njie und Co-Trainer Momar Njie war aufgrund der sportliche Entwicklung im Februar zurückgetreten – und führte die „sportlichen Gesamtsituation“ und „persönliche und berufliche Gründen“ an. Neu auf der Bank sitzt Thomas Franke, der in Auerbach sein Debüt mit Tasmania in der Regionalliga feiert.

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