Merkur Oelsnitz peilt Platz im vorderen Tabellendrittel an

Oelsnitz.Der SV Merkur Oelsnitz, Neunter der vergangenen Spielzeit, will in der am Sonntag beginnenden neuen Spielzeit der Fußball-Landesklasse West irgendwo zwischen den Rängen 6 und 9 einkommen. Dass da Potenzial für mehr im Team schlummert, bezweifelt keiner. „Trotzdem: Die Landesliga ist kein von uns angestrebtes Ziel“, stellt Präsident Jürgen Geigenmüller klar.

„Wenn wir von einer derart großen Verletzungsmisere wie in der vergangenen Hinrunde verschont bleiben, ist vielleicht schon eine bessere Platzierung drin, zumal wir uns punktuell ordentlich verstärkt und nun ein paar Alternativen mehr haben“, so Geigenmüller Hauptziel sei die Integration von Spielern aus dem eigenen Nachwuchs bei den Männern. „Und da wäre es für die Zukunft schön, wenn wir nach den B-Junioren auch die A-Junioren in den Spielbetrieb des Landesverbandes hochbringen könnten.“

Erster Gegner am Sonntag im Vogtlandderby ist der Reichenbacher FC. „Wir wollen auch diesmal eine gute Rolle spielen“, sagt dessen Trainer Steve Gorschinek. Einen siebenten Platz wie in der Vorsaison würde der sofort unterschreiben, „Der gibt allerdings nicht wieder, wie schwer wir uns vor allem im ersten Teil der Saison taten, wo der Blick lange Zeit nach unten ging.“ In der neuen Serie heißt es in Reichenbach „Jugend forscht“. Im erweiterten Kader gehören von 26 Spielern 13 der Altersklasse U 23 an, acht davon übertreten gerade die Schwelle von der A-Jugend zu den Männern. Keine berauschende Vorstellung zeigten die Reichenbacher in der vergangenen Saison beim kommenden Kontrahenten SV Merkur Oelsnitz, wo sie eine 1:4-Klatsche bezogen. Der Trainer erinnert sich: „Das Derby im Elstertalstadion war von vielen Fehlern geprägt. Merkur zeigte aber den größeren Drang zum Tor und ließ unsere Defensive bei den Gegentreffern recht alt aussehen. Am Oelsnitzer Sieg gab es nie einen Zweifel.“

Dritte vogtländische Mannschaft in der Landesklasse-Staffel ist Aufsteiger VfB Mühltroff. Wie der mit der neuen Herausforderung klarkommen wird, steht noch in den Sternen. Das deftige 1:6 im Sachsenpokalspiel in Oelsnitz stimmt die Verantwortlichen keineswegs nachdenklich. „Erst mal freuen wir uns auf die neue Spielklasse“, sagt Abteilungsleiter Tino Schneider. „Trotz der Pokalniederlage, die aus unserer Sicht zu hoch ausfiel, herrscht bei uns eine Aufbruchstimmung, die wir nutzen wollen.“ Ziel sei natürlich der Klassenerhalt. „Die Liga macht uns keine Angst“, sagt Schneider. „Wir haben das Potenzial, zumindest mit einem Teil der Konkurrenz mithalten zu können.“ Gespielt wird nicht in Mühltroff, wo die Platzsanierung noch bis nächsten Sommer andauert, sondern in Pausa. Dort gastiert am Sonntag Concordia Schneeberg zum ersten Landesklasse-Spiel. „Die ersten Begegnungen werden eine Standortbestimmung für uns, wir müssen erstmal in die Liga reinschnuppern, die für uns absolutes Neuland ist.“

Aufgebot SV Merkur Oelsnitz Tor: Daniel Thoß (26), Dustin Michel (19). Abwehr: Ricardo Persigehl (32), Danny Naumann (27), Rico Steinel (26), Florian Heydeck (27), Oliver Ketzel (27), Lukas Verderber (19). Mittelfeld: Sven Baumann (25), Tai Nguyen Tan (26), Maximilian Merkel (25), Willi Schreiner (27), Domenic Oehm (25), Steffen Penzel (34), Felix Niemann (19), Maximilian Röhling (19), Vincent Bobach (24), Nils Winkler (24), Abdulrahman Sharki (20). Angriff: Marcel Schuch (34), André Zenner (29), Robert Hofmann (35), Max Löscher (18), David Günthel (25), Julian Sesselmann (29). Zugänge: Max Löscher (1. FC Ranch Plauen), David Günthel (SV Kottengrün), Dustin Michel (eigener Nachwuchs), Abdulrahman Sharki (FSV Schleiz). Abgänge: Ken Kreul (Adlershofer BC), Maximilian Christil (SV Mitterteich), Patrick Speri (zweite Mannschaft). Trainer: Jens Starke (55). Co-Trainer:Manuel Wunderlich (35). Mannschaftsleiter: Lutz Hieronimus (54). Saisonziel: Platz 6 bis 9

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