Landespokal:

Torschütze vom Dienst mit 7 Treffern: Marc-Philipp Zimmermann. Foto: VfB Auerbach

Wenige Sekunden war das Spiel des VfB Auerbach in der dritten Sachsenpokalrunde bei der SG Weixdorf vorüber, da machten sich die Regionalliga-Kicker schon wieder auf den Weg zum Auslaufen. Irgendwie war das auch eine Fortsetzung der zweiten Halbzeit beim Landesklasse-Team. Denn die verkam beinahe zu einem Auslaufen. Ganz locker und leicht – fast wie im Training – strich die VfB-Offensive ein ums andere Mal durch die Weixdorfer Defensive. Die Folge: Ein Torreigen, der so nicht zu ahnen war. Und so machten es die Vogtländer mit dem 11:0 sogar zweistellig.

Andererseits: Auerbachs Torjäger Marc-Philipp Zimmermann, der in den letzten Tagen für seine traumhafte Trefferquote viel Aufmerksamkeit erhalten hatte, machte dort weiter, wo er zuletzt in der Liga aufgehört hatte – mit dem Toreschießen. Am Ende sollte er sieben Mal getroffen haben. Zweimal in Hälfte eins, fünfmal nach der Pause, darunter auch ein lupenreiner Hattrick. „Er macht eben die Tore“, lobte ihn auch VfB-Coach Sven Köhler. Dabei war bemerkenswert, dass nur die letzten beiden Treffer Kopfbälle – eigentlich Zimmermanns Spezialdisziplin – waren.

Gegen Weixdorf hätte es allerdings wohl auch ohne Zimmermann für den VfB gereicht. Denn der Klassenunterschied machte sich schnell bemerkbar. Auerbach ging mit der geforderten Ernsthaftigkeit die Partie an. „Wir haben aber trotzdem eine Viertelstunde gebraucht, um ins Spiel zu kommen“, sagt Köhler. „In dieser Phase war es wichtig, sicher in der Defensive zu stehen.“ Und kein Gegentor zu fangen. Denn Weixdorf begann die Partie mutig. Der Mut verließ den Außenseiter erst, als Zimmermann mit seinem Doppelpack kurz vor der Pause die Weichen stellte. Eigentlich war allein das schon die Vorentscheidung.

Für Köhler waren aber die schnellen Treffer nach dem Seitenwechsel der Schlüssel zum hohen Sieg. „Damit ziehst du dem Gegner natürlich den Zahn.“ Alle Hoffnungen des Außenseiters waren damit begraben. Der VfB ließ die Partie torreich ausklingen – und schoss sich bereits einmal für den nächsten Samstag warm, wenn es in der Regionalliga gegen die BSG Chemie Leipzig (4:0 beim RFC) geht. „Wir freuen uns schon auf eine gute Kulisse“, sagt Köhler. „Chemie ist gut drauf.“

StatistikAuerbach: Max. Schlosser – Kubitz (70. Löser), Träger, Sieber, Stock – Guzlajevs, Horschig, Schlicht, Marcel Schlosser (70. Max. Schmidt), Voigt (70. Morosow) – Zimmermann;

Tore: 0:1/0:2 Zimmermann (21./42.), 0:3 Guzlajevs (48.), 0:4 Marcel Schlosser (52./Foulelfmeter), 0:5 Zimmermann (63.), 0:6 Voigt (68.), 0:7/0:8/0:9/0:10 Zimmermann (76./77./80./83.), 0:11 Schlicht (85.); SR: Eckert (Großröhrsdorf); Zuschauer: 381