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Plauen.Der elfte Spieltag der Fußball-Vogtlandliga steht im Zeichen des Topspiels Zweiter gegen Dritter. Dass auf diesen Rängen der FC Fortuna Plauen und der VfB Auerbach II stehen, ist schon eine dicke Überraschung. Beide spielen morgen in Plauen gegeneinander. Im Pokal vor zwei Wochen siegte die Fortuna in Auerbach 4:3.

Vor allem der zweite Platz des Aufsteigers aus Plauen (20 Punkte) ist beachtlich. Erst zwei von zehn Partien gingen verloren, mit 39 Treffern hat die Truppe von Spielertrainer Max Singer die mit Abstand beste Offensive. Allein in den vergangenen beiden Partien erzielte Fortuna sagenhafte 15 Tore. „Alle ziehen mit und sind mit Begeisterung bei der Sache“, freut sich Singer. „Wir wollen zwar auf dem Teppich bleiben, aber vielleicht landen wir ja tatsächlich unter den ersten Fünf, obwohl wir anfangs ja einzig den Klassenerhalt als Ziel ausgegeben hatten.“ Mit einem Sieg am Samstag könnte die Fortuna für eine Nacht Tabellenführer werden. Singer: „Wir wollen gewinnen. In der Offensive läuft es bei uns prima, in der Defensive müssen wir uns noch verbessern.“

Beim Toreverhindern ist der kommende Gegner top. Gerade mal fünf Gegentore hat sich der VfB Auerbach II (19 Zähler) in zehn Ligaspielen eingefangen. Zwar hat die Elf von Trainer Kevin Hampf nur einen Zähler aus den jüngsten beiden Partien geholt, aber die Defensive ist immer noch meisterlich. „Unser Ziel ist immer, zu null zu spielen“, sagt Hampf. „Auch wenn wir nach drei sieglosen Pflichtspielen gerade in einem kleinen Loch stecken – was man den jungen Spielern auch mal zugestehen muss – wollen wir gewinnen. Ohne die Defensive zu vernachlässigen, werden wir versuchen, drei Zähler mitzunehmen.“

Vor den beiden Teams steht nur noch der SV Fronberg Schreiersgrün. Der hat zwar jüngst seine erste Saisonniederlage hinnehmen müssen (1:6 in Kottengrün), aber immer noch zwei Zähler Vorsprung. Um den zu halten, müssten die Fronbergkicker am Sonntag beim SC Syrau (Rang 9) gewinnen. Syrau kann sich nach dem Aus im Sachsenpokal auf die Liga konzentrieren, wo man zwei Spiele nachzuholen und zuletzt viermal nicht verloren hat.

Nur zwei Zähler weniger auf dem Konto als der Dritte aus Auerbach hat Aufsteiger Nummer 2. Vier Siege und zwei Remis aus den vergangenen sechs Partien sind für die SG Unterlosa beachtlich. Doch der morgige Gegner Rotschau ist trotz Platz 11 nicht zu verachten, zwei Erfolge und ein Unentschieden aus den jüngsten drei Spielen sind es auch nicht. Wieder etwas gefangen hat sich der BSV Irfersgrün (Platz 5). Nach zuvor nur einem Sieg aus vier Begegnungen gelang vorige Woche ein 3:0 gegen Wacker Plauen. Ob der Vizemeister des Vorjahres nun endgültig die Kurve kriegt, wird sich vielleicht schon am Sonntag im Gastspiel beim FC Werda (Rang 10) zeigen. Der ging erst dreimal als Sieger vom Platz, zuletzt am 23. September (4:1 gegen Fortuna Plauen).

Ganz andere Sorgen hat das Duo am Tabellenende. Schlusslicht VfB Lengenfeld konnte jüngst beim 1:1 in Auerbach immerhin Zähler Nummer 4 ergattern und hat übermorgen Heimrecht gegen den SV Kottengrün (Platz 7), der nach dem Kantersieg gegen Schreiersgrün mit breiter Brust anreisen dürfte. Nur einen Punkt mehr als Lengenfeld weist der Vorletzte Wacker Plauen auf, der morgen den Achten VfB Mühltroff erwartet. Der muss versuchen, auf seiner bis Saisonende andauernden Auswärtstour so viele Punkte wie möglich einzuheimsen, um dann auf seinem sanierten Platz auch in der nächsten Saison zu Vogtlandligaspielen aufzulaufen.

Apropos sanierter Platz: Für den Drittletzten 1. FC Rodewisch könnte das Nachbarschaftsduell am Sonntag mit dem SV Grün-Weiß Wernesgrün das erste Punktspiel auf dem neuen Kunstrasenplatz werden. Die offizielle Einweihung ist für heute Abend vorgesehen. Den letzten Wernesgrüner Sieg gegen Rodewisch gab es 2013.